Neues im Fischerweb

 

Fisch des Jahres 2019

Das Egli

 

Der beliebteste Schweizer Speisefisch – das Egli – ist Fisch des Jahres 2019. Mit dieser Wahl will man ein positives Zeichen setzen: Ja, Fische aus unseren eigenen Gewässern sind eine vorzügliche Speise. Umso wichtiger sind für das Egli und alle Fischarten gute Lebensbedingungen in den Seen, Flüssen und Bächen.

 

Bildergebnis für das Egli

 

 

 

Die EFFA (Eurapean Fly Fisching Association) stellt vor:
Menschen, die das Fliegenfischen verinnerlichen und die EFFA-Philosophie nach außen tragen. Heute stellen wir EFFA- Master Flycasting Instructor, Uwe Rieder vor – Ein Autodidakt mit viel Herzblut.


Uwe Rieder wohnt in Hallein, Österreich, ist 51 Jahre und von Beruf Flyfishing Guide. Er ist EFFA Mitglied seit der Gründung im Jahr 2006 und Mitglied im EFFA-Flycasting Departement. Seine Hausgewässer sind die Alm und Laudach in Vorchdorf, Österreich.

Uwe Rieder fischt seit seinem 18. Lebensjahr ausschliesslich mit der Fliege. Seine ersten Würfe machte er am Pillersee, genau zur Maifliegenzeit. Der Erfolg beeinflusste ihn so sehr, dass er das Fliegenfischen fortan verinnerlichte und die Kunst des Fliegenfischens, autodidaktisch mit viel Fleiss und Ehrgeiz erlernte. Heute gehört Uwe als Master Instruktor, zu den erfahrensten und bekanntesten Fliegenfischern überhaupt.

Das Fliegenfischen entdeckte er mit seinem Jugendfreund. „Das grandiose am Fliegenfische ist und bleibt, mit einer guten Wurftechnik, einen Fisch auf Sicht zu überlisten und das an den schönsten Gewässern auf dieser Welt. Je höher die Anforderung desto grösser der Reiz“. Und so war es auch kein Zufall, dass Uwe im Februar 2010 an der Mur in Österreich, einen Huchen mit 128 cm Länge und einem Gewicht von 26 kg auf Sicht überlisten konnte.

Das Interesse an der EFFA weckte vor über 20 Jahren Altmeister Günter Feuerstein. Die Begeisterung war so gross, dass Uwe nicht lange überlegen musste und kurzum EFFA Mitglied wurde. Es ist weit mehr als nur ein Bedürfnis, in einem Verein aufgehoben zu sein. Wo sich Fliegenfischer austauschen, eine Kommunikations-Plattform pflegen und sich für das Fliegenfischen stak machen, das muss unterstützt werden“. Die EFFA hat mit ihrem konstanten Informationsfluss, den vielen Anlässen, seinen Qualitäts-Ansprüchen und nicht zuletzt den hohen Anforderungen an die Prüfungen (Basic Instruktor u. Master Instruktor), ein enormes Potenzial. Eine Vereinigung die last but not least nicht nur zusammenführt und vereint sondern auch schult und lehrt.

Wir haben Uwe gefragt, warum das Fliegenfischen seit einigen Jahren so im Trend liegt. Er hat nicht lange überlegen müssen. „Fliegenfischen ist die eleganteste und wohl schönest Art einen Fisch zu fangen. Die Formel 1 im Angelsport. Eine Technik, die mit ihrer Ästhetik und Harmonie jedes Auge fesselt. Diese Sportart sucht seinesgleichen und wird gerne schnell ausprobiert“. So ist es auch kein Wunder, das Uwe’s Wurfkurse selbst bei Anfängern sehr gefragt sind.

Es gibt vieles, was für aber auch gegen unsere Fischgewässer spricht - Umweltschutz, Vogelschutz, Naturschutz, etc. Uwe sieht die Entwicklung der Fisch-Gewässer in Europa nicht so gut, allen voran sieht er die natürlichen Fischbestände in grosser Gefahr. „Es brodelt an allen Ecken und Enden. Viele Gewässer sind belastet oder gar in einem desolaten Zustand. Denken wir nur an die ständigen Verbauungen, den Vogelfraß, die Otter-Probleme und die stellenweise praxisfremden Gesetze. Es muss etwas passieren damit wir unsere Gewässer schützen und sich so die Fischbestände wieder normalisieren. Viele sprechen von einer nachhaltigen Bewirtschaftung, tun aber das wenigste dafür“.

Vergegenwärtigen wir uns die unzählig vielen schönen Gewässer auf diese Welt. Heute denken wir an die Alm, Laudach oder Steyer, in Oberösterreich. Gewässer, die in ihrem Glanz und ihrer Schönheit es mehr als verdient haben, geschützt zu werden. Fischgewässer, die wir als Fliegenfischer in dieser Art lieben und schätzen.

Hast Du Interesse an der EFFA? Einfach melden: info@effa.info
European Fly Fishing Association: Home - EFFA
Autor Stefan Schramm

 

 

 

 

 

 

 

Wir suchen jeden Jahr das beste Fischerfoto und stellen es einen Monat auf die Startseite, sendet eure Bilder an avi.media@fischerweb.ch

Gerne erwarten wir von euch auch andere Beiträge über Beobachtungen, Missstände oder anderes unter allen Einsendungen werden wir ende des Jahres einen schönen Preis vergeben.

 

 

 

 

Bei einer Begehung der Samina wurden am Sonntag zirka 70 tote Fische gefunden. Die Landespolizei und das Amt für Umweltschutz haben Abklärungen bezüglich der Ursache des Fischsterbens angestellt. Die Ermittlungen führten zum Ergebnis, dass das Fischsterben durch die Käserei auf der Alpe Sücka verursacht wurde.

Vaduz – Am Sonntag, 18. November 2012, haben Vertreter des Fischereivereins und der Liechtensteinischen Gesellschaft für Umweltschutz (LGU) bei einer Begehung der Samina beim Pumpwerk Rietern, nördlich von Steg, zirka 70 tote Fische vorgefunden. Sie meldeten dies der Landespolizei.

Die Landespolizei und das Amt für Umweltschutz haben am Sonntagnachmittag den Tatbestand vor Ort aufgenommen und in der Folge Abklärungen bezüglich der Ursache des Fischsterbens angestellt. Aufgrund der Schaumbildung konnte die Einleitstelle der Verunreinigung an der Samina rasch gefunden werden. Es wurden Wasserproben entnommen und die chemische und pathologische Untersuchung der toten Fische in Auftrag gegeben.
Die Ermittlungen wurden am Montag 19. November fortgesetzt und führten zum Ergebnis, dass das Fischsterben durch die Käserei auf der Alpe Sücka verursacht wurde. Dort werden zur Reinigung der milchverarbeitenden Anlagen chemische Reinigungs- und Desinfektionsmittel eingesetzt, die aufgrund eines bis heute unbekannten Fehlanschlusses der Bodenabläufe im Kühl- sowie im Geschirrwaschraum an die Regenwasserleitung in die Samina abgeleitet wurden.

Die Ermittlungen ergaben zudem, dass die von der Käserei Sücka in die Samina abgeleiteten Desinfektionsmittel stark alkalisch sind, teils schäumen und stark ätzend wirken. Diese Stoffe sind gewässergefährdend und dürfen deshalb keinesfalls in ein Gewässer eingeleitet werden. Sie sind eindeutig Ursache für das Fischsterben in der Samina. Betroffen war der Fischbestand auf eine Strecke von zirka 500 Meter Länge ab der Einleitstelle des Abwassers von der Sücka bis zum Pumpwerk Rietern.

 

 

 

 

 

Resolution der Fischereiverbände der Alpenländer gegen den übertriebenen Ausbau der Wasserkraft

 

Am 6. November 2010 haben die Fischereiverbände der Alpenländer an ihrer Herbsttagung in Liechtenstein am Alpenrhein an der Illmündung bei Vaduz eine Resolution gegen den übertriebenen Ausbau der Wasserkraft unterzeichnet.

Am Vorabend wurde bei einer Vortragsveranstaltung der Vereinigungen ProFisch Alpenrhein (Vereinigung der Fischereiverbände Liechtensteins, der Kantone Graubünden und St. Gallen sowie Vorarlbergs) und Lebendiger Alpenrhein (Zusammenschluss verschiedener Umwelt- und Naturschutzorgansiationen) über den desolaten Zustand vieler Alpenflüsse insbesondere im Hinblick auf die Wasserkraftnutzung debattiert.

Die Resolution wurde an der Illmündung in den Alpenrhein im Bundesland Vorarlberg im Grenzraum (Dreiländereck) Österreich, Schweiz und Liechtenstein unterzeichnet. Dort planen die Stadtwerke Feldkirch den Bau eines Laufkraftwerks obwohl Alpenrhein und Ill schon mehr als genug von den Auswirkungen der Wasserkraft gezeichnet sind. Der Naturschutzbescheid der Voralberger Landesregierung für das an der Illmündung geplante Wasserkraftwerk fiel auf Unverständnis der 5 Mitgliedsverbände der ARGEFA.

Resolution:

Seitdem der Klimaschutz als politisches Ziel weltweit an Bedeutung gewinnt, herrscht ein regelrechter Wasserkraftboom. Gerade in den Alpenländern gibt es für den Neubau von Wasserkraftwerken eine Flut von Anträgen. Das große Gefälle in Verbindung mit dem Wasseraufkommen der Alpenregion kommt hier zum Tragen.

Die Befürworter des Ausbaus suggerieren, dass der Strom aus Wasserkraft gerade im Hinblick auf die Diskussion bzgl. des Klimawandels umweltfreundlich sei. Die ökologischen und fischereilichen Schäden sowie die nachweislich sehr geringe CO2-Einsparung sind oft nicht bekannt oder werden bewusst verschwiegen.

Im Alpenraum befinden sich derzeit weit über 10.000 meist kleinere Wasserkraftwerke. Der überwiegende Anteil dieser Anlagen (ca. 95 %) produziert lediglich 10 % des durch Wasserkraft erzeugten Stroms. Der Anteil Wasserkraft an der Gesamtstromproduktion (AKW, Kohle, etc.) beträgt im Alpenraum je nach Region zwischen 20 und 100 %. In den Kernregionen der Alpen übersteigt die Produktion bei weitem den lokalen Bedarf.

 

Medienmitteilung:

 

Arbeitsgemeinschaft ProFisch Alpenrhein gegründet.

 

Die Fischereiverbände im Einzugsgebiet des Alpenrheins schliessen sich zur Arbeitgemeinschaft ProFisch Alpenrhein zusammen.

 

Um den Alpenrhein und seine Zuflüsse als Lebensraum und Hauptzufluss des Bodensees Verbindung zu erhalten und vor allem wieder zum Funktionieren zu bringen, haben sich die Fischereiverbände Liechtenstein, Graubünden, St. Gallen und Vorarlberg zur Arbeitsgemeinschaft ProFisch Alpenrhein zusammengeschlossen.

Um diese Ziele zu erreichen stehen folgende Aktivitäten im Vordergrund:

 

- Information und Motivation der Bevölkerung über die Vorteile eines naturnäheren

Alpenrheinsystems,

- aktives Einbringen von Erfahrungen und praktischem Wissen bei der Umsetzung der bestehenden Konzepte und Massnahmenpläne der nationalen und internationalen Behörden insbes. der Internationalen Regierungskommission Alpenrhein (IRKA) und der Internationalen Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei (IBKF),

- Zusammenarbeit und Bündeln der Kräfte mit den Umwelt – und

Naturschutzverbänden.

- Zusammenarbeit mit den verschiedenen „Nutzern“ des Flusssystems in den Bereichen der Energiegewinnung, des Flussbaus, der Landwirtschaft, der

Siedlungswasserwirtschaft oder dem Tourismus.

 

Das Flusssystem Alpenrhein wurde seit Jahrhunderten schrittweise für den Menschen nutzbar gemacht. Begradigungen, Verbauungen, Abwassereinleitungen, Kiesentnahmen oder in den letzten Jahrzehnten zunehmend auch die Wasserkraftnutzung führten in der Summe zu einem sehr naturfernen Zustand. Dies kommt im Entwicklungskonzept Alpenrhein der IRKA und aus zwischenzeitlich durchgeführten wissenschaftlichen Gesamtuntersuchungen speziell der

Fische als Bioindikatoren klar zum Ausdruck. So zeigt die fischökologische

Bestandesaufnahme im Jahre 2005 der Fischereifachstellen im Einzugsgebiet, ein geradezu katastrophales Ergebnis. Die Biomasse des Fischbestandes lag lediglich bei 7 kg/ha, Wanderfische aus dem Bodensee wie Seeforellen und Felchen mit eingerechnet. Ein „normaler“ Fischbestand könnte durchaus eine Biomasse von 100 – 200 kg/ha aufweisen.

Von den ursprünglich 31 im Alpenrhein vorkommenden Fischarten konnten lediglich 11 Arten nachgewiesen werden.

Mit der Zusammenarbeit wollen die Fischereiverbände die bisher erreichten Erfolge zur Verbesserung des Alpenrheins als Lebensraum sichern und die Umsetzung geplanter Schutzmassnahmen beschleunigen. Grosse Sorgen bereitet den Fischern derzeit speziell die grosse Zahl an Bauvorhaben für neue Wasserkraftanlagen im ganzen Alpengebiet. Infolge von staatlichen Fördermassnahmen für erneuerbare Energien „boomt“ auch der weitere Ausbau der vermeintlich umweltfreundlichen Wasserkraft. Dies obwohl die bestehenden Probleme aus der Wasserkraftnutzung wie die täglich unnatürlich schwankende Wasserführung infolge der schwallartigen Bewirtschaftung der Speicherkraftwerke, verstärkt durch periodische Stauraumspülungen oder trockengelegte Gewässerstrecken, nicht gelöst sind.

 

Das aktuellste Beispiel eines neuen Wasserkraftwerkes in unserer Region, ist das bereits weit in der Planung fortgeschrittene Kraftwerk unmittelbar an der Illmündung in den Alpenrhein. Die Ill gehört zu den wichtigsten Alpenrheinzuflüssen - auch für die nach wie vor bedrohte Bodensee - Seeforelle. Durch das neue Kraftwerk wird somit die ökologische Funktionsfähigkeit des gesamten Flusssystems Alpenrhein/Bodensee negativ betroffen.